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toys.com & die Wirtschaftskrise

Wie heute – durch die vorwiegend technischen – Medien rauschte, wurde die Domain toys.com im Rahmen einer (zweiten) Auktion für 5,1 Millionen US-Dollar (entspricht heute 3.992.797,31 EUR) an den amerikanischen Spielzeughändler Toys „R“ Us verkauft. Rekordsummen für einzelne Domains gab und gibt es immer wieder, aber in Zeiten der weltweiten Wirtschaftskrise verwundert es doch, daß eine vor wenigen Jahren selbst finanziell stark angeschlagene Firma wie Toys „R“ Us nun soviel Geld für eine Internetdomain hinblättert.

Toys „R“ Us hatte 2004 seinen Spielwarengeschäftsbereich zum Verkauf gestellt, 2005 wurde die angeschlagene Firma dann für 6,6 Milliarden US-Dollar von den Finanzfirmen Bain Capital Partners, Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und Vornado Realty Trust übernommen. 2006 wurden 87 Geschäfte allein in den USA geschlossen, 3000 Jobs gingen verloren.

Zwei Jahre später wurde quasi aus der Portokassa eine Internet-Domain ersteigert, in Zeiten wo weltweit Personal entlassen oder auf Kurzarbeit geschickt wird, wo sich Banken der Reihe nach um staatliche Milliardenkredite anstellen.

Ob nun der Spielzeugsektor generell von der Krise verschont wurde/bleibt, die Firma in den letzten zwei Jahren nur ausserordentlich gut gewirtschaftet hat, oder hier wieder hochbezahlte Manager Roulette spielen kann nur erraten werden, aber einen fahlen Beigeschack hat der Domainkauf auf jedenfall…

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